Digitaler Produktpass
Ein Produktdatensatz, der lesbar, prüfbar und vertrauenswürdig ist
Keine Landingpage hinter einem QR-Code. Ein strukturierter Datensatz mit definierten Feldern, einer Zugriffsrichtlinie, signierter Evidenz hinter jeder Aussage — und einer Kennung, die fünfzehn Jahre nach Herstellung noch auflöst.
- Identität
- GS1 Digital Link
- Modell
- CIRPASS-konform
- Ebenen
- Modell · Charge · Stück
GS1 Digital Link
id.circuleid.com/01/09506000134352
- Produkt
- Merino-Rundhalspullover
- GTIN
- 09506000134352
- Materialzusammensetzung
- 82 % RWS-Merino · 18 % recyceltes PA
- CO₂-Fußabdruck
- 14,2 kg CO₂e · ISO 14067
- Rezyklatanteil
- 18,4 % der Masse
- Weg am Lebensende
- Rücknahme · Faser zu Faser
Beispielhafter Passdatensatz. Die Feldabdeckung folgt dem delegierten ESPR-Rechtsakt der Produktgruppe.
Definition
Was ist ein digitaler Produktpass?
Ein digitaler Produktpass ist ein strukturierter, maschinenlesbarer Datensatz zu Materialien, Herkunft, CO₂-Fußabdruck, Reparierbarkeit und Behandlung am Lebensende eines Produkts, abrufbar durch Scannen eines QR-Codes oder NFC-Tags. Nach der EU-Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte werden Pässe je Produktgruppe über delegierte Rechtsakte verpflichtend, gestaffelt von 2026 bis 2030.
The definition matters because the word is used loosely. A passport is distinguished from a product page by three properties: defined fields agreed in CIRPASS and CEN-CENELEC JTC 24, an access policy with public and restricted tiers, and claims that can be verified without trusting the platform serving them.
Definition
Was ihn zu einem Pass macht statt zu einer Webseite
| Property | Marketing page behind a QR | Digitaler Produktpass |
|---|---|---|
| Structure | Free-form content authored per product | Defined fields from a standards-based model |
| Identity | A URL that can change or break | A GS1 Digital Link identifier tied to the product |
| Access | One version for everyone | Public and credential-gated tiers over one record |
| Evidence | Assertions with no attributable source | Claims signed by the party that made them |
| History | Overwritten on every edit | EPCIS 2.0 events, dated and additive |
| Portability | Bound to the platform that hosts it | Servable by any conforming resolver |
Fähigkeiten
Was zur Ausstellung tatsächlich gehört
Trägererzeugung
GS1-Digital-Link-Nutzlasten für QR, NFC oder RFID, erzeugt je Modell, Charge oder Stück.
Auflösung auf Ihrer Domain
Kennungen lösen unter Ihrem eigenen Hostnamen auf, sodass ein langlebiges öffentliches Artefakt nicht von unserem abhängt.
CIRPASS-konformes Modell
Die Felder folgen dem entstehenden Standardmodell, sodass ein delegierter Rechtsakt als Abbildung ankommt und nicht als Neubau.
Signierte Aussagen
Rezyklatanteil, Zertifizierungen und Konformität, ausgestellt als W3C Verifiable Credentials von der jeweils behauptenden Partei.
Verknüpfung mit der Stückliste
Komponenten tragen eine eigene Identität, sodass ein Austausch den Pass aktualisiert statt ihn ungültig zu machen.
Aktualisierungen über die Lebensdauer
Reparaturen, Wiederverkäufe und Verwertung schreiben auf dieselbe Identität zurück, solange das Produkt existiert.
Ausstellung
Wie ein Pass ausgestellt wird
- 01
Identität zuweisen
Das Produkt erhält eine GS1-Kennung auf der von Ihnen gewählten Ebene — Modell, Charge oder Einzelstück. Alles Weitere hängt daran.
- 02
Den Datensatz zusammenstellen
Daten werden aus PLM, ERP und CO₂-Bilanzierung übernommen; der Lückenbericht nennt, was der delegierte Rechtsakt noch verlangt.
- 03
Nachweise anhängen
Lieferanten stellen für belegbare Aussagen signierte Nachweise aus, statt Werte zu senden, die abgetippt werden.
- 04
Den Träger veröffentlichen
Die Digital-Link-Nutzlast kommt auf das Produkt oder sein Etikett, und die Kennung beginnt, je Aufrufer zur richtigen Sicht aufzulösen.
Antworten
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein digitaler Produktpass?
Ein digitaler Produktpass ist ein strukturierter, maschinenlesbarer Datensatz zu Materialien, Herkunft, CO₂-Fußabdruck, Reparierbarkeit und Behandlung am Lebensende eines Produkts, erreichbar durch Scannen eines Datenträgers wie QR-Code, NFC- oder RFID-Tag. Er begleitet das Produkt über den Lebenszyklus, statt es im Moment des Verkaufs zu beschreiben.
Ist ein Pass dasselbe wie eine Produktseite oder eine QR-Landingpage?
Nein. Eine Produktseite ist von der Marke verfasstes Marketing; ein Pass ist strukturierte Daten mit definierten Feldern, einer Zugriffsrichtlinie und Evidenz hinter jeder Aussage. Bei einer Prüfung zählt der Unterschied: Eine Behörde kann eine Passaussage unabhängig prüfen — mit einer Marketingseite kann sie nichts anfangen.
Auf welcher Ebene wird ein Pass ausgestellt — Modell, Charge oder Stück?
Alle drei — und die Wahl liegt je Produktgruppe bei Ihnen. Die Modellebene passt zu Massenware mit einheitlicher Zusammensetzung. Die Chargenebene ist erforderlich, wo Nachweise an einer Sendung hängen, wie bei EUDR-Holz. Die Stückebene lohnt ihre Kosten, wo Wiederverkauf, Servicehistorie oder Authentifizierung zählen — etwa bei Luxusgütern und Industrieanlagen.
Welchen Datenträger sollten wir verwenden?
Ein gedruckter QR-Code mit einer GS1-Digital-Link-URL deckt die meisten Fälle ab und kostet im Aufbringen nichts. NFC passt zu Produkten, bei denen ein Code das Objekt verunstalten oder sich abnutzen würde. RFID passt zu logistiklastigen Ketten, die ohnehin Tags lesen. CirculeID löst dieselbe Identität auf, unabhängig vom Träger.
Wie lange muss ein Pass verfügbar bleiben?
Über die Nutzungsdauer des Produkts, die bei Möbeln, Anlagen oder einer Batterie fünfzehn Jahre und mehr betragen kann. Dieser Horizont ist das stärkste Argument für offene Standards: Ein in GS1- und W3C-Spezifikationen ausgedrückter Datensatz kann von einem anderen konformen Resolver ausgeliefert werden, während ein proprietäres Format davon abhängt, dass ein Anbieter noch existiert.
Next step
Ihren ersten Pass ausstellen
Bringen Sie ein Produkt mit. Wir geben ihm eine Identität, bilden ab, was Sie bereits halten, und zeigen, was beim Scannen aufgelöst wird.